Der Hippocampus in vitro im Dienste der Epilepsieforschung

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Hans-Rudolf Olpe
Helmut Haas

Abstract

Ein in vitro Versuch wird vorgestellt, der in den letzten Jahren im Rahmen der Epilepsieforschung zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Dünne Gewebsschnitte, aus dem Hippocampus des Rattenhirns gewonnen, können über 10 Stunden lang in vitro am Leben erhalten werden. Nach Zugabe von Neurotoxinen oder gezielter Veränderung der Zusammensetzung des Perfusionsmediums zeigen die Zellverbände im Schnitt typische epilepsieartige Entladungen vergleichbar mit den in einem epileptischen Fokus
in vivo messbaren Aktivitäten. Verschiedene, klinisch etablierte Antiepileptika hemmen diese Entladungen in reversibler Weise, wenn sie während einiger Minuten auf die Schnitte einwirken. Diese Ergebnisse lassen hoffen, dass die Versuchsanordnung für die Entwicklung neuer Antiepileptika verwendet werden kann. Die Versuchsanordnung wird vorgestellt und die Vor- und Nachteile dieses schmerzfreien Versuchs diskutiert.

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How to Cite
Olpe, H.-R. and Haas, H. (1985) “Der Hippocampus in vitro im Dienste der Epilepsieforschung”, ALTEX - Alternatives to animal experimentation, 2(1), pp. 5-14. Available at: https://www.altex.org/index.php/altex/article/view/1968 (Accessed: 18September2020).
Section
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